Vom Ulmer Münster Nachhaltigkeit lernen

Vom Ulmer Münster Nachhaltigkeit lernen

16. Juni 2024 Blog 0
Ulmer Münster

Die neue EU-Direktive zum Nachhaltigkeits-Reporting zwingt ab 2024 viele Unternehmen zu handeln. Aber schon heute ist die Relevanz einer authentischen Nachhaltigkeitsstrategie für Fach- und Führungskräfte und die steigenden Energiekosten ein guter Grund sich mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Und zugegeben, in Bezug auf Energieeffizienz ist das Münster kein Best Practice. Aber lässt sich aus anderen Perspektiven aus der Geschichte lernen?

Mutig handeln

Die Ulmer Bürgerschaft wusste vor 750 Jahren weder wie das Münster am Ende aussehen noch wie lange es dauern oder gar kosten würde. Dennoch haben Sie mit Grundsteinlegung und Bau begonnen. Heute fehlt uns das Wissen, wie eine Wirtschaft, die sich in planetaren Grenzen bewegt, aussieht. Gerade deshalb braucht es wieder mutige Unternehmenslenker, die sich trotzdem auf den Weg in diese Zukunft machen. Sich damit selbst ein Denkmal zu setzen, wie 1377 Alt-Bürgermeister Krafft und Baumeister Parler, ist dabei durchaus erlaubt. Enkel und Urenkel werden es danken.

Generationsübergreifend denken

Vielleicht war der Bürgerschaft die Tragweite Ihrer Entscheidung nicht bewusst. Weder wie viele Generationen mit dem Bau beschäftigt sein noch welche Rolle das Münster als Tourismusmagnet in Zukunft einnehmen würde. Es war dennoch ein Projekt, das nur generationsübergreifend realisiert werden konnte. Die Nachhaltigkeitstransformation zeigt Parallelen. Einerseits wird generations-übergreifend eine Zukunft gestaltet, die viele der heutigen Grund-steinlegenden selbst nicht erleben werden, andererseits wird es die Kraft mehrerer Generationen kosten den Wandel erfolgreich zu gestalten.

Global lernen, regional umsetzen

Der erste Entwurf aus Parlers Hand wurde mehrfach erweitert, mit Erfahrungen und Ideen aus Freiburg, Prag oder Straßburg. So wurde das Münster kontinuierlich größer, höher und stabiler. Ein Münster zu bauen bedeutete damals vor allem kontinuierliches experimentieren, lernen und anpassen der Strategie und Arbeitsweise. Der heutige Wandel in eine unbekannte Zukunft und in einer komplexen Welt lässt sich ebenfalls nur bedingt planen. Unternehmen entwickeln zwar eine Strategie und einen Plan, aber die letzten Jahre haben bereits gezeigt, viel wichtiger ist die Reaktionsfähigkeit auf Veränderungen. In einer agilen Prozesswelt werden dabei alte Vorgehensweisen wieder lebendig – Planung in kleinen Schritten, gemeinsame Lernerfahrungen und als Reaktion kontinuierliche Anpassung.

Regionale Lieferketten

Das Münster wäre wahrscheinlich immer noch nicht fertig, wenn auf Marmor aus der Türkei oder Granit aus Asien gesetzt worden wäre. Aber die Baumeister setzten mit ulmer Ziegelstein und Sandstein aus Isny und Tübingen auf regionale Wertschöpfung.

Der Lieferkette kommt auch heute eine sehr große Bedeutung zu. Mit Regionalität und partnerschaftliche und faire Beziehung zu Partnern lassen sich auch schwierige Situationen meistern. Nachhaltigkeit hat eben auch eine starke soziale Perspektive.

Den Lebenszyklus im Blick

Für Umsatz und BIP wäre es viel besser, wenn die Ulmer jedes Jahrzehnt ein neues Münster bauen würden. Aber mit langer Haltbarkeit, flexible Nutzung, Reparaturfähigkeit und kreative Recycling zu Kunstobjekten setzt das Münster Impulse. Nachhaltige Unternehmen lassen sich davon inspirieren und entwickeln Produkte und Services, die lange nutzbar, flexibel einsetzbar und kreislauffähig sind. Gepaart mit suffizientem Konsum sind dies wichtige Bausteine für den erfolgreichen Wandel.

Der Ulmer Spatz

Ähnlich wie der Ulmer Spatz den Münsterbauenden bei der Auflösung von Herausforderungen geholfen hatte, unterstützen heute die Yellow Birds mittelständische Unternehmen beim Bau einer nachhaltigen Unternehmenszukunft. Von der Auswahl des passenden Berichtsstandards, über die Erstellung eines CO2 Fußabdrucks bis hin zur umfänglichen Nachhaltigkeitsstrategie begleiten die Experten mit praxisorientiertem Wissen, Methoden, Reflexionsräumen und tatkräftiger Unterstützung.

Denn damals wie heute gilt, eine wünschens- und lebenswerte Zukunft gestaltet sich gemeinsam viel erfolgreicher.

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